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V. Diskussion
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behandelt wurden, signifikant geringere Infarktgrößen (p<0,025).
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Diese Ergebnisse
und die vorliegende Studie zeigen, dass die pathologische Hyperthermie den
neuroprotektiven Effekt von Dizocilpin verschleiert. Die von Memezawa et al
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vorgeschlagene externe Kühlung der Tiere scheint für Neuroprotektionsstudien
jedoch unpraktikabel – zumal eine Temperaturregulation während der gesamten
Versuchsdauer (und nicht nur während der ersten 6 Stunden) wünschenswert wäre.
Ferner kann eine externe Kühlung Sekundärkomplikationen wie Pneumonien
hervorrufen.
Im Gegensatz zu der vorliegenden Arbeit zeigte eine Studie von Minematsu et al.,
dass der Einsatz von Dizocilpin bei der Verwendung des permanenten Fadenmodells
zu einem deutlichen neuroprotektiven Effekt mit einer Reduktion der Infarktgröße um
48% führt.
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Es ist anzunehmen, dass auch in dieser Studie Hypothalamusinfarkte
und pathologische Temperaturanstiege vorgekommen sind, obwohl darauf nicht
explizit eingegangen wurde. Weshalb die pathologische Hyperthermie in dieser
Studie zu keiner Maskierung des neuroprotektiven Effekts von Dizocilpin führte, ist
unklar. Denkbar ist jedoch ein Einfluss des verwendeten Narkoseregimes. In der
Studie von Minematsu wurden die Tiere während des operativen Eingriffs und für die
folgenden 90 Minuten mit Chloralhydrat anästhesiert. Diese Narkoseform führt
besonders bei kleinen Tieren zu einem raschen Auskühlen und erfordert daher eine
kontrollierte, externe Wärmezufuhr, mit der die Körperkerntemperatur konstant bei
37°C gehalten wird. Ferner benötigen Ratten nach einer Chloralhydratnarkose ca. 30
bis 60 Minuten, um sich von dieser Anästhesie zu erholen. Auch in dieser Zeit ist
eine externe Wärmezufuhr notwendig. Es ist daher anzunehmen, dass die Tiere in
dieser Studie für mehr als 2 Stunden nach Ischämieinduktion normotherm gehalten
wurden und eine durch Hypothalamusschädigungen bedingte artifizielle
Hyperthermie insbesondere in der besonders vulnerablen hyperakuten Phase der
Ischämie nicht auftreten konnte.
In der vorliegenden Studie wurde dieser Effekt der Anästhesie durch den Gebrauch
von Isofluran minimiert. Durch die Anwendung dieses Verfahrens erwachten die
Tiere sehr früh nach Ischämieinduktion (nach ca. 5 Minuten), so dass die
Körperkerntemperatur nicht weiter beeinträchtigt wurde. Die schnelle Elimination von
Isofluran direkt nach Ischämieinduktion minimiert ferner potenzielle neuroprotektive
Effekte der anästhetischen Substanz, welche auch Ergebnisse von
Schlaganfallstudien beeinflussen können.
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