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V. Diskussion
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dieser Technik entfaltet Dizocilpin einen hochsignifikanten neuroprotektiven Effekt.
Es ist daher anzunehmen, dass in der Vergangenheit zahlreiche aussichtsreiche
Neuroprotektiva wegen modell-immanenter Nebenwirkungen der Fadentechnik
falsch-negativ getestet wurden.
Ferner eignet sich das Makrosphärenmodell aufgrund seiner robusten
Handhabbarkeit zur Ischämieinduktion unter erschwerten Bedingungen, wie zum
Beispiel innerhalb des Magnetresonanztomographen. Damit eröffnet diese Technik
neue Einblicke in die pathophysiologischen Vorgänge in der hyperakuten Phase
zerebraler Ischämien.
Zahlreiche klinische Studien zeigen, dass die Gefäßpathologie bei akuten
Schlaganfällen sehr heterogen ist. Neben Verschlüssen von Gefäßhauptstämme sind
häufig auch Astverschlüsse und mikrovaskuläre Schädigungen für den akuten
Hirninfarkt verantwortlich. Diese Gefäßokklusionen können dann als permanente
Verschlüsse auftreten - ebenso häufig sind jedoch frühe und späte
Spontanrekanalisationen sowie medikamentös induzierte Rekanalisationen.
34,46,51
Entsprechend heterogen ist auch die dem Hirninfarkt zugrunde liegende
Pathophysiologie, die sich bei permanenten Gefäßverschlüssen beispielsweise
wesentlich von den Vorgängen während einer Ischämie-Reperfusionssituation
unterscheiden („Reperfusionsschäden“).
Dieser Heterogenität der Gefäßbefunde und der resultierenden Pathophysiologie
Rechnung zu tragen, stellt eine erhebliche Herausforderung für die präklinische
Simulation humaner Schlaganfälle im Tiermodell dar. Unter diesem Gesichtspunkt
sollten neue neuroprotektive Therapieverfahren mindestens mit zwei
unterschiedlichen Tiermodellen getestet werden. Hier bietet sich das etablierte
Fadenmodell zur Simulation einer frühen Reperfusion an, da die o.g.
Nebenwirkungen dieses Modells erst bei längerdauernden Ischämiezeiten (>90
Minuten) auftreten. Zur Simulation permanenter Gefäßverschlüsse kann das neu
entwickelte Makrosphärenmodell angewendet werden.
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