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84 V. Diskussion
Diese anatomischen Gegebenheiten erklären die bemerkenswerte Ischämieresistenz
des Hypothalamus und das Fehlen der Hyperthermie bei der Verwendung des
Fadenmodells unter Ischämie-Reperfusionsbedingungen.
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5. Beeinflusst die pathologische Hyperthermie tierexperimentelle
Neuroprotektionsstudien?
Um diese Frage zu beantworten, wurde eine Neuroprotektionsstudie (Experiment I)
durchgeführt. Im Vergleich mit Placebo zeigte eine Dizocilpin-Gabe keine signifikante
Reduktion der Läsionsvolumina, wenn das eingesetzte Okklusionsmodell zu
Hypothalamusinfarkten und einer pathologischen Hyperthermie führte. Bei
Verwendung des neu entwickelten Makrosphärenmodells zeigte sich dagegen ein
robuster neuroprotektiver Effekt mit einer Reduktion der mittleren Läsionsvolumina
um 60%.
Diese Ergebnisse belegen, dass das Auftreten von Hypothalamusinfarkten und einer
pathologischen Hyperthermie die Wirkung neuroprotektiver Substanzen verändern
und somit zu falsch-negativen Ergebnissen führen können.
Zahlreiche pathophysiologische Vorgänge während fokaler und auch globaler
zerebraler Ischämien zeigen eine Abhängigkeit von der Körpertemperatur. Dazu zählt
u.a. die Neurotransmitterfreisetzung, welche durch die Hyperthermie akzentuiert und
durch eine Hypothermie vermindert werden kann.
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Auch die Produktion von
Sauerstoffradikalen zeigt eine deutliche Temperaturabhängigkeit und kann bei
erhöhter Körperkerntemperatur um das fünffache gesteigert sein.
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Dass bei der Verwendung des Fadenmodells pathologische Temperaturanstiege
auftreten, die zur Maskierung neuroprotektiver Effekte führen können, wurde
erstmals von Memezawa et al. beschrieben. In diesem Experiment wurde der
neuroprotektive Effekt von Dizocilpin unter Verwendung des transienten
Fadenmodells untersucht, wobei eine Gruppe während der ersten 6 Stunden nach
Ischämieinduktion gekühlt wurde, so dass die Körpertemperatur zwischen 37 und
38°C lag. Eine zweite Versuchsgruppe diente als Kontrolle. Hier wurde kein Einfluss
auf den Verlauf der Körperkerntemperatur genommen. Die Ergebnisse zeigten, dass
Dizocilpin bei den nicht gekühlten Tieren keinen neuroprotektiven Effekt entfaltete. Im
Gegensatz dazu zeigten die temperaturkontrollierten Tiere, die mit Dizocilpin
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